Kultur & Kreativität Regionales

Kleines Glück für alle & viel davon!

Ein Laptop, ein Stück Kuchen, ein Espresso und das Buch auf einem Holztisch

Viele Menschen träumen von großen Dingen – vom großen Glück. Es ist wichtig, dass wir Wünsche, Ideen und Träume haben. Und viele bleiben eben genau das: Träume. Denn meistens werden wir diese riesengroßen Dinge nicht erreichen. Geben wir diesen Themen zu viel Raum in unseren Gedanken und dem Leben, macht uns das Nichterreichen fast zwangsläufig unglücklich und beeinträchtigt unser Wohlbefinden.

Hier setzt das Buch von Gina Schöler aus Mannheim an. Sie ist selbsternannte Bundesministerin für Glück und Wohlbefinden. Im Buch gibt Dir Gina aus den kleinen Freuden, die das Leben bietet 222 Anstiftungen für Dein persönliches Glück. Freundlicherweise hat mit der Campus-Verlag ein Buchexemplar von „Das kleine Glück möchte abgeholt werden“ zur Verfügung gestellt. Dieses verlose ich am Ende dieses Artikels.

Meine Interpretation der Buchidee

Lasse Dich beim Schmökern von diesen kurzen Geschichten anstecken und picke Dir Anregungen für Deinen eigenen Glücksgeschmack heraus. Kleine Glücksmomente die zu Dir passen, zu denen Du den nötigen Mut hast sie auszuprobieren und sie in Deinen Alltag einzubauen. Also im Leben bares Glück, in kleinen Häppchen zu genießen und aufmerksam dafür zu werden. Anstatt ein Leben lang unglücklich auf das Große Glück zu warten.

Das Buch

Die 222 Kurzgeschichten in dem Buch sind allesamt nicht länger als eine Buchseite und enthalten alle einen Appell für Dein Glück. Eine Aufforderung wie beispielsweise „Gehe einem Hobby nach, das Du als Kind hattest.“ oder „Lade jemanden zum Eis ein.“, kannst Du auch „befolgen“, ohne die jeweilige Kurzgeschichte zu lesen. Mit der passenden Geschichte hast Du jedoch gleich ein Beispiel und eine Merkhilfe, wie das bei einem anderen Menschen schon gewirkt hat. Das macht den Appell vielleicht auch eher verständlich.

Das sind Geschichten und Anregungen, gesammelt aus dem Alltag der Glücksministerin. Sie stammen aus echten Lebenserfahrungen und sind von den Themen her bunt gemischt.

Die Beiträge sind zum Teil von Gina Schöler, zum Teil aus Einsendungen und zum Teil von bekannten Persönlichkeiten, beispielsweise von Werner Tiki Küstenmacher, Raul Krauthausen und Heiko Maas. Im Buch ist die Herkunft der jeweiligen Geschichte farblich gekennzeichnet.

Bei jedem Text findest Du eine Illustration, die von Sandra Schulze aus Heidelberg stammt. Ein Inhaltsverzeichnis mit den Überschriften und den Illustrationen der Texte, hilft den Überblick zu bewahren und Texte (wieder) zu finden. Das Buch lädt je nach Typ und Lebenssituation zum durchstöbern, einfach aufschlagen und zum komplett durchlesen ein.

Hier die charmante Vorstellung der Glücksammlung von Gina Schöler selbst:

Gina über das Buch "Das kleine Glück möchte abgeholt werden"

 

Eine Glücksgeschichte aus dem Buch

Zum Schluss möchte ich noch eine Geschichte komplett zitieren, da sie gerade zu meinem beruflichen Wechsel passt. Sie fiel mir gerade beim Durchblättern entgegen. Und bevor nun einige fragen, ob ich jetzt Müllmann bin: Ich bin seit Mai Abfallberater, mit dem Schwerpunkt Kindergärten und Schulen. Dieser neue Beruf beschert mir gerade viele Glücksmomente.

„MÜLLMANNLIEBE

Es ist Dienstagmorgen, kurz vor halb 8. Wie jede Woche stehe ich erwartungsvoll auf dem Balkon. Bei Wind und Wetter mache ich es möglich, jeder Plan, jeder Termin meiner Mutter muss nun warten.

Ich bin wohl gerade mal einen Meter hoch und kann nicht über das Balkongeländer des dritten Stocks schauen. Deshalb haben mir meine Eltern Sehschlitze in die Abdeckung geschnitten, sodass ich hinunterschielen kann. Mein Herz schlägt und ich kann es kaum abwarten. Nun zählt nur noch eins: mein Müllmann. In dem Augenblick, als das orangefarbene große Auto um die Ecke biegt, ist meine Welt in Ordnung.

Ich recke und strecke mich, um zu entdecken, ob auch der „richtige“ Müllmann mit an Bord ist. Er ist so weit weg, aber ich kann ihn jedes Mal breit grinsen sehen, wenn er in unsere Straße einbiegt. Meine Mutter nimmt mich auf den Arm, damit ich besser schauen und vor allem winken kann.

Er winkt immer zurück und es ist jedes Mal ein großes Highlight für mich. Ich bin fasziniert von seiner Arbeit, seinem Fleiß und der guten Laune, die er jede Woche mitbringt. Eine fröhliche Konstante, die mein Kinderherz höher schlagen lässt.

Als ich vor kurzem mit meinen Eltern unterwegs bin und wir an einer großen Theke im Supermarkt waren, tippt mich meine Mutter an und flüstert mir zu, dass dort vorne „mein Müllmann“ stünde. Ich erkenne ihn nicht wieder, aber fasse mir ein Herz und gehe auf ihn zu. Er ist etwas irritiert, aber als er versteht, dass ich das kleine Mädchen vom Balkon bin, freut er sich riesig und wir teilen uns die Oliven, die er gerade gekauft hat.

Überlege dir, wer dein Held der Kindheit war, und nimm Kontakt auf, wenn es möglich ist.“

Aus „Das kleine Glück möchte abgeholt werden“ Seite 218, von Gina Schöler, mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Dein Glück?

Wenn Du das Buch gewinnen möchtest, kommentiere mit einer persönlichen Glücks(kurz)geschichte unter diesem Beitrag. Alternativ kannst Du mir die Geschichte auch per E-Mail schicken.

Aus allen Einsendungen und Kommentaren, die bis zum 20.11.2016 eingehen, verlose ich ein Exemplar des Buchs.

(Sollte mir Gina noch weitere zur Verfügung stellen, würde ich noch weitere verlosen. 🙂 )

Angaben zum Buch

Titel: Das kleine Glück möchte abgeholt werden
Untertitel: 222 Anstiftungen vom Ministerium für Glück und Wohlbefinden
Autorin: Gina Schöler
Illustratorin: Sandra Schulze
Ausgabe: Broschiert 233 Seiten
Erschienen: 8. September 2016
Verlag: Campus Verlag
ISBN-10: 3593505894
ISBN-13: 978-3593505893

Weiteres zum Glück mit Gina

Ich bin Heidelberger, fotografiere leidenschaftlich gerne und meine Berufung liegt in der Etablierung einer Konfliktkultur (Mediation). Ich schreibe auf meinen Weblog über das, was mich bewegt und Heidelberg - die Stadt, welche ich liebe.

4 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Mein Vater sagte mir schon immer, das die Gesundheit das wichtigste und einzige sei, was wir in unserem Leben haben. Jedes Mal, wenn er mir dies sagte, erfüllte mich so ein gutes Gefühl, dass ich gleich anfangen wollte auf meinen Körper zu hören, mich gesund zu ernähren und nicht mehr die Arbeit als Wichtigstes anzusehen. Das lief nicht lange gut, denn ich stürzte mich weiter in Arbeit, fing neben der Arbeit ein Studium an ohne zu bemerken, dass ich mein Hobby vernachlässigte, meine Freunde und mich selbst. So tief wollte ich nicht mehr fallen, sagte ich mir und fing an mit Entspannung und Achtsamkeitstraining. Ich habe bewusst viele glückliche Momente erlebt und wusste worauf es ankam: Dass meine Familie, Freunde und ich gesund sind. Mein Leben lang dachte ich, mein Vater sei stark und ihn würde mit seiner Einstellung und Lebensweise nie so ein Schicksalsschlag treffen. Er erzählte mir von seiner Diagnose: Krebs. Dafür hatte ich nie den Blick, denn meiner Familie, so dachte ich, würde das nie passieren. Jeden Tag dachte ich nur daran, was es für einen Sinn hatte. Wieder erkannte ich, dass mir das Wichtigste wirklich die Gesundheit ist und dass es meiner Familie und meinen Freunden gut geht. Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter, das sagt mein Vater und er hat recht. Es fühlt sich einfach besser an, sich jeden Tag erneut die Frage zu stellen, was ist mir heute wichtig.

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