Kultur & Kreativität Regionales

Martinsumzug

Ein Kind mit Gummistiefel und zwei Laternen im Vordergrund.Heute war Sankt Martinsumzug in der Heidelberger Altstadt. Trotz strömenden Regens waren viele Familien dabei.

Die Laterne auf dem Foto erinnert mich an meine Kindheit. So eine wollte ich auch haben. Da wir in der Schule und im Kindergarten immer welche gebastelt haben, war es aber nie nötig eine zu kaufen.

Wenn ich heute richtig gesehen habe, gibt es Laternen in Handtaschenform. Interessant finde ich auch runde Kugeln, die in der Hand zu tragen sind und leuchten. Praktisch ist auch, dass die meisten Laternen mit LEDs ausgestattet sind. Sie gehen nicht so schnell aus und die Laterne kann zu Hause noch weiter leuchten. Meine ging meistens nach dem Umzug absichtlich aus Versehen in Flammen auf :-).

Du kennst diesen Brauch nicht? Dann findest du hier eine Erklärung dazu:

„Der Martinstag am 11. November (in Altbayern und Österreich auch Martini) ist der Gedenktag des heiligen Martin von Tours. Er ist in Mitteleuropa von zahlreichen Bräuchen geprägt, darunter das Martinsgansessen, der Martinszug und das Martinssingen. […]

 

In vielen Regionen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz sowie in Südtirol und Oberschlesien sind Umzüge zum Martinstag üblich. Bei den Umzügen ziehen Kinder zum Gedenken mit Laternen durch die Straßen der Dörfer und Städte. Begleitet werden sie häufig von einem auf einem Schimmel sitzenden und als römischer Soldat verkleideten Reiter, der mit einem roten Mantel den heiligen Martin darstellt.

 

In Bregenz wird dieser Brauch Martinsritt genannt, im Rheinland Martinszug. Häufig wird auch die Schenkung des Mantels an den Bettler nachgestellt. Bei dem Umzug werden Martinslieder gesungen. Die Laternen werden oft vorher im Unterricht der Grundschulen und in Kindergärten gebastelt. Zum Abschluss gibt es häufig ein großes Martinsfeuer.

 

Vielerorts erhalten die Kinder einen Stutenkerl (westf.) oder Weckmann (rhein.) aus Hefeteig mit Rosinen. In Süddeutschland sind kleine Martinsgänse aus Keks- oder Hefeteig oder auch Laugenbrezeln üblich. In einigen Teilen des Ruhrgebiets, des Sauerlands und anderen Teilen Deutschlands erhalten die Kinder eine Martinsbrezel – eine Brezel aus süßem Hefeteig, bestreut mit Hagelzucker. […]

 

Der Brauch ist nicht nur auf den deutschen Sprachraum beschränkt. So veranstaltet die deutsche Gemeinde in Stockholm einen Martinsumzug und auch in den Niederlanden existiert der Brauch.“ aus Martinstag der Wikipedia, lizenziert unter CC-by-sa 3.0.

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