Regionales Unterwegs

Mitmachen könnte süchtig machen also Vorsicht!

Logo der Whelmap mit Zeichnung einer Person mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen

In Zeiten, in denen Business-Menschen hauptsächlich mit Begriffen wie Big DataInternet der Dinge oder Industrie 4.0 um sich werfen. In Zeiten wo sich noch immer fast alles darum dreht, dass zur Steigerung eines Profits Daten verkauft, miteinander automatisiert verknüpft, verglichen und ausgewertet werden gibt es sie noch:

Die Anwendungen und Datenbanken, die davon leben dass sie von Hand erstellt und akribisch gepflegt werden, selbstlos – von Menschen. Meistens sind das Daten, die es in dieser Form noch nicht gibt, nur einzelnen oder regional bekannt sind, so noch nie erfasst wurden, Minderheiten betreffen, nicht genügend Gewinn abwerfen oder fest in der Hand von Firmen, Rechten und Patenten sind.
Die Wheelmap ist eines dieser Projekte, das wie die Wikipedia oder die Openstreetmap davon lebt, dass Menschen es nutzen, vor allem aber mit ihrem lokalen Wissen ergänzen und korrigieren. Getreu nach dem Sprichwort der Xhosa:

“Wenn viele kleine Leute
an vielen kleinen Orten
viele kleine Dinge tun,
können wir das Gesicht
der Welt verändern.“

Ich kenne die Wheelmap als eines der Projekte der Sozialhelden seit der Veröffentlichung im Jahr 2010. Ich habe sie für gut befunden, einige Male genutzt und ergänzt, dann aber aus den Augen verloren. Gestern war ich überrascht wie sie sich gemacht und weiterentwickelt hat. In der Zwischenzeit hat sie über 600.000 Einträge.

Es ist eine Karte, die auf den Kartendaten der Openstreetmap basiert und die Zugänglichkeit von Orten kennzeichnet. Du kannst sie nutzen um beispielsweise für Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen zugängliche Orte zu finden. Nutzende der Karte können einfach mit Hilfe eines Ampelsystem kennzeichnen, ob ein Ort rollstuhlgerecht ist und ob es eine entsprechende Toilette gibt. Wenn Du magst, kannst Du es hier gleich ausprobieren:

Das geht einfach mit dem Aufruf der Wheelmap-Karte im Internet oder als App (unter Apple iOS, Windows oder Android). Ein eigenes Benutzerkonto benötigst Du nur, wenn Du eigene Orte hinzufügen möchtest die es noch nicht gibt oder Du Details eines Ortes ändern willst.

Ein zusätzlich schöner Effekt ist, dass das Wheelmap-Projekt eingetragene Daten minütlich wieder an das Openstreetmap-Projekt zurück spielt. Du machst mit Deinen Einträgen quasi Änderungen in zwei Karten.

Also los! Worauf wartest Du?

Ab dem 03. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung starten die Sozialhelden eine Mitmachinitiative mit dem Titel #MapMyDay. Dabei bist Du eingeladen barrierearme Orte in Deiner Umgebung zu kennzeichnen und darüber mit anderen zu sprechen.

Auf der Website von MapMyDay gibt es Materialien, die Du einsetzen kannst, um in Deinem Freundes- und Familienkreis auf die Wheelmap aufmerksam zu machen. So könntest Du in in der Jugendgruppe, Deiner Firma, in der Schule, der Uni oder einfach so eine gemeinsame Mapping-Aktion starten. Für Lehrende gibt es sogar fertige Unterrichtsmaterialien, die sie einsetzen können.

Kampagnenvideo der MapMyDay-Aktionswoche
mit Erklärung der Wheelmap

#MapMyDay – Sei die Bewegung

 

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